VME schärft ihre Waffen

Mehr Autonomie für die Werbegemeinschaften



Als Ergebnis des Zukunftsprojekts „Vorwärts mit Elan“, für das die VMEGeschäftsführung
im April 2007 auf der Jahrestagung den Startschuss gegeben hat,
stellte Hauptgeschäftsführer Günther Böhme auf der diesjährigen Jahresvollversammlung
in Berchtesgaden eine neue Gruppeneinteilung und dazu gehörend
ein neues Konzept für die Mitgliederstruktur sowie Modifikationen vor, die am
Leistungsbonussystem der Verbundgruppe vorgenommen wurden.
Die VME-Vollsortimentshäuser sind derzeit in drei Werbegemeinschaften gegliedert,
die sich hinsichtlich Sortiments- und Größeninteressen deutlich unterscheiden. In der Gruppe C, das sind die großen Häuser, gibt es derzeit 18  Mitgliedsunternehmen mit 25 Betrieben. Zusammen erreichen diese ein zentralreguliertes Umsatzvolumen von
385 Mio. Euro ( netto ohne Mehrwertsteuer ). Da es in den beiden nachgelagerten
Gruppen insgesamt 14 Unternehmen gibt, die vom ZR-Volumen her größer sind als
das kleinste Mitglieds-unternehmen der Gruppe C, wird die Gruppe sich durch
Neuaufnahmen aus den verbandseigenen Reihen um ca. 6 – 10 Unternehmen
erweitern. Daneben soll sich diese Gruppe für die Aufnahme weiterer geeigneter
Unternehmen von außerhalb des Verbandes öffnen. Auf diese Weise wird innerhalb
des Verbandes eine Gemeinschaft von ca. 30 – 35 Häusern entstehen, die
gemeinsam ein Einkaufsvolumen von 500 Mio. Euro netto erreichen werden.
In der Werbegemeinschaft-B sind derzeit 53 Unternehmen mit 56 Betriebsstätten
enthalten, zusammen erreichen diese einen zentralregulierten Umsatz von ca. 330
Mio. Euro. Durch Umgliederung in die Werbegemeinschaft-C wird die Gruppe einige Mitgliedsunternehmen verlieren. Andererseits wird die Gruppe aus der Werbegemeinschaft-
A kräftig aufgefüllt, denn in dieser Gemeinschaft sind derzeit ca. 25
Unternehmen die einen höheren zentral-regulierten Umsatz erreichen als das
kleinste Mitgliedsunternehmen der Gruppe-B. Ziel wird sein, die Gruppe aus den Reihen auf 65 – 75 Mitglieder aufzustocken und ca. 10 – 15 neu aufzunehmen, um einen zentralregulierten Umsatz von ebenfalls 500 Mio. Euro zu erreichen.
Die genannten Gruppen sollen mehr Autonomie erhalten. Was sich darin äußern
wird, dass Zuteilungsentscheidungen sowie in gewissem Umfang auch
Konditionsabsprachen unabhängig von den übrigen Verbandskollegen getroffen
werden können. Damit, so die Bielefelder Geschäftsführung, wird sich ein besseres
interessengerechteres Arbeiten ermöglichen.

Die bisherige Werbegemeinschaft-A wird zur Fördergruppe. Gefördert werden sollen
die Mitglieder unter dem Gesichtspunkt, dass eine individuelle Spezialisierung auf
Vollsortiment oder auf eine Auswahl von Warengruppen eine zukunftsgerechte
Ausrichtung gelingt. Auch die Gruppe A erhält einen eigenen Gruppenbetreuer und
wird mit bedarfsgerechter Werbung versorgt.
Großen Wert wird VME auch auf die Stärkung der Werbegemeinschaft für Küchenund
Polsterspezialisten legen. „Die Küchenspezialisten von VME haben mit ihren
Fachmärkten der Branche wichtige Impulse in der Vergangenheit gegeben ebenso
die Polsterspezialisten. Dieser Tradition folgend soll den Spezialisten wieder mehr
Entfaltungsmöglichkeit gegeben werden“ so die Geschäftsführung in Bielefeld.
Im Zuge der Neuausrichtung ihrer Werbegruppen hat die VME auch ihr Leistungsbonussystem
modifiziert. Die Geschäftsführung sieht das Leistungsbonussystem als
ein Instrument der leistungsbezogenen Konditionendifferenzierung. Das System ist
transparent und allen Mitgliedern bekannt. Jeder Gesellschafter kann Einblick
nehmen in die auf sein Haus bezogenen Hochrechnungen, die monatlich aktualisiert
werden und im Intranet abgerufen werden können. Die Geschäftsführung legt Wert
darauf, dass die Leistungsbonusverteilung absolut willkürfrei erfolgt und jährlich einer
Prüfung durch einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer unterzogen wird, der ein
separates Testat erteilt.

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